| Autor: | Lars Schlageter |
| Zuletzt gespeichert: | 06.10.2004 |
| Zustand: | Zu korrigieren |
Unter Windows NT war DNS statisch und jede erforderliche Änderung musste manuell ausgeführt werden. Windows 2000/2003 bringt hierfür ein neues Feature namens Dynamic DNS (DDNS). DDNS bietet in Verbindung mit DHCP und Active Directory sichere dynamische Updates der A- und PTR-Datensätze in DNS. Das heißt im Klartext: Ein Client - der DDNS unterstützt - erzeugt im DNS-Server automatisch einen Host-Eintrag, sobald er per DHCP eine IP-Adresse erhält. DHCP muss für Active Directory registriert sein.
Windows 95/98/ME/NT-Clients unterstützen DDNS nicht. DHCP lässt sich aber so umkonfigurieren, dass auch Nicht-DDNS-Clients automatisch Hosts-Einträge erstellen können.
IP-Adressen können in IP-basierenden Netzwerken entweder statisch oder dynamisch vergeben werden.
Bei der statischen Vergabe von IP-Adressen muss die IP-Adresse des Clients, die Subnet-Mask, die IP-Adresse des DNS und eventuell die IP-Adresse des WINS-Servers für jeden Computer einzeln eingegeben werden. Dies wird bei größeren Netzwerken schnell nicht mehr handhabbar. Abhilfe schafft hier das Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP). Es erlaubt dem Administrator die oben genannte Werte automatisch jedem Client zu vergeben.
DHCP ist wie DNS ein Clients-Server basierender Dienst. Seine Komponenten, der DHCP Server und der DHCP Client, tauschen eine Anzahl von Broadcast-Packets miteinander aus, um diesen Service zu bedienen. Dieser Austausch der Pakete ist auch bekannt als DHCP Conversation.
Das DHCP-Proxy-Feature von Windows 2000/XP ist nach den Bestimmungen des Internet-Entwurfs draft-ietf-dhc-dhcp-dns-10.txt strukturiert. Darin ist die Verwendung der neuen DHCP-Option Voll qualifizierter Domänenname des Clients beschrieben. Diese Option definiert ein neues Meldungsformat, in dem ein Client den DHCP-Server über seinen voll qualifizierten Domänen-Namen informieren kann. Der DHCP-Server verwendet diese Information, um im Auftrag des Clients eine DNS-Aktualisierungsmeldung an den DNS-Server zu senden.
Die ganze Kommunikation läuft über Broadcast Packets ab, die normalerweise nicht geroutet werden können. Verwenden sie DHCP in gerouteten Netzwerkumgebungen, müssen sie unter Umständen Router verwenden, die man so konfigurieren kann, das sie BOOTP/DHCP Broadcast Packets weiterleiten. Derartige Router werden als RFC-1542 bezeichnet. Sollten sie derartige Router nicht zur Verfügung haben, können sie auch den Windows 2000 DHCP Relay Agent verwenden.
